das restaurant: ordentlich aufgereihte, aber schon geleerte weinflaschen weisen den weg ins reich des neuen berliner trägers eines michelinsterns. wir erklimmen die erleuchtete bernsteintreppe ins restaurant der „weinbar rutz“ (unten: kleine barkarte). oben sitzt man zwischen großen bildern von hummern und fischen, wahlweise mit blick in die küche. der service: gastgeber und weinexperte hendrik canis kümmert sich formvollendet um das wohl der gäste. die karte: wer beim lesen der feinen gerichte entscheidungsschwierigkeiten hat, kann sich per 4- oder 5-gängigem überraschungsmenü (55/69 euro) der kreativität des frisch gebackenen sternekochs marco müller hingeben. uns erwarten gedünsteter und gebratener waller, zander auf zartem grünkohl und ibérico-schwein. beim gänsemenü (69 euro) versetzt uns nicht nur die gänseleberpraline unter pflaumenweinschaum in genüssliche andacht. auch die aromatische gänsesuppe mit weißer schokolade und die bauerngans an rotkrautkrokant sind perfekt. die getränke: 1001 weine – und canis kennt zu jedem gang den passenden tropfen. das kurier-fazit: vier gänge sind viel zu wenig. die aromatischen kreationen machen lust auf mehr! kap